Muß Malerei immer von Mystik und Geschichten umgeben sein.
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Immer wieder höre ich von „Experten“, dass ein Bild heute allein nicht mehr ausreicht.
Wer erfolgreich sein möchte, müsse eine Geschichte erzählen – eine, die das Werk trägt, erklärt, vielleicht sogar erst relevant macht. Das eigentliche Bild? Austauschbar.
Dieser Gedanke lässt mich nicht los.
Sind wir als Betrachter wirklich an einem Punkt angekommen, an dem wir Kunst nicht mehr für sich sprechen lassen können?
Brauchen wir zwingend eine vorgegebene Deutung, eine Inszenierung, ein Narrativ, das uns sagt, was wir fühlen sollen?
Für mich war Kunst immer etwas anderes. Etwas Offenes.
Ein Raum für eigene Gedanken, eigene Emotionen, eigene Interpretationen.
Vielleicht liegt der Wert eines Bildes gerade darin, dass es keine fertige Geschichte mitliefert – sondern Raum lässt. Raum für das, was jeder Einzelne darin sieht.
Und vielleicht sollten wir genau diesen Raum wieder mehr schätzen.